Berichte: Vernissage und Pfarreifest

50 Jahre Pfarrei Buchs-Rohr

Erst die Vernissage der Festschrift mit Denkmalpfleger Reto Nussbaumer, zwei Tage später der Festakt mit Weihbischof Denis Theurillat: Die Pfarrei Buchs-Rohr bot am ersten Septemberwochenende 2017 für jeden Geschmack etwas.

Gottesdienst mit Bischof Denis

"Daran hätte die Suva heute keine Freude", kommentierte Reto Nussbaumer ein Bild von einem Maurer, der seinen Kollegen strahlend eine Batterie von Bierflaschen auf die Baustelle bringt. Alkohol war auf Baustellen, kirchlichen wie allen anderen, einst ebenso Alltag wie die Arbeit auf ungesicherten Baugerüsten in Schwindel erregender Höhe. In seiner kurzweiligen Tour d’Horizon durch europäische Betonkirchen zeigte der Denkmalpfleger am Freitagabend, woher die Inspiration für die Architektur der Kirche St. Johannes in Buchs gekommen war.

"Freude herrscht." Gemeindeleiter Marco Heinzer drückte mit Adolf Ogis Bonmot aus den Neunzigerjahren die Freude der Organisatoren am gelungenen Jubiläumsjahr aus. Letzten Dezember hatte dieses mit dem Konzert des Spiels der Aargauer Kantonspolizei seinen Anfang genommen. Fünf weitere Anlässe für Gross und Klein haben seither stattgefunden. Nun ist mit dem Festwochenende der Schluss- und zugleich Höhepunkt der Feiern gekommen.
Beim Apéro nach der Vernissage verweilten die meisten der ca. 100 Gäste noch mehr als eine Stunde in angeregten Gesprächen.

Für das Leben danken
Die Mauern lassen sich nicht vom Leben trennen, das zwischen ihnen stattfindet. Das führte Denis Theurillat den rund 300 Gottesdienstbesuchern am Sonntag vor Augen: „Beton ist ein Zeichen unserer Zeit. Das Leben in der Kirche zeigt uns Gott, der mit uns auf dem Weg ist“, sagte der Weihbischof in Anlehnung an den Jubiläumsslogan der Pfarrei Buchs-Rohr „Kirche und Beton. Wir feiern 50 Jahre unterwegs“. Theurillat dankte den Erbauern der heute denkmalgeschützten Kirche, dem Seelsorgeteam der Pfarrei und dem Pastoralraum Region Aarau für ihr Engagement sowie den anderen Konfessionen und Religionen für das gute Miteinander.

Umrahmt wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor unter der Leitung von Musikerin Illa Küllig und ergänzt durch die Sopranistin Johanna Schutzbach. Zusammen mit einem Streichquartett und je zwei Trompeten und Oboen bot der Chor konzertreife Einlagen aus der Bachkantate "Ihr Tore zu Zion".

Mit Vertretern von Kirche und Politik
Beim Pfarreifest mit Mittagessen begrüsste Ortskirchenpflegepräsident Andreas Pechlaner eine Reihe von Ehrengästen: Marcel Notter, den Generalsekretär der Röm.-Kath. Landeskirche des Kantons Aargau, diverse Vertreter der Kreiskirchenpflege, Roland Bialek und Erika Voigtländer von der reformierten Kirche sowie Gemeindeammann Urs Affolter und Gemeinderat Walter Wyler der politischen Gemeinde Buchs. Mehrere von ihnen wandten sich mit Grussbotschaften an die Gäste.

Rita Walker, Präsidentin der Kreiskirchenpflege, liess das erfreuliche "Festfieber" im Pastoralraum Revue passieren. Ausgehend von der Wiedereinweihung des Pfarreizentrums Kölliken, über das 30 Jahr-Jubiläum des Töndler Gränichen und den Pastoralraumtag mit dem Zirkus Stey und nun eben das Jubiläum der Pfarrei Buchs-Rohr, gab es an vier Wochenenden in Folge etwas zu feiern im Pastoralraum.

     

Fotos: Andrea Ming Heinzer

Roland Bialek von der reformierten Kirchenpflege richtete seine Aufmerksamkeit auf die Anordnung von Kirchenbänken. Er konstatierte, dass in Buchs die katholische Kirche mit ihrem Halbrund über eine traditionell reformierte Anordnung verfügt, während die reformierte Kirche mit dem strengen Rechteck klassisch katholisch aussieht. Ausgehend von dieser Betrachtung dankte er den Katholiken für die gute oekumenische Zusammenarbeit.

Den Bericht der Aargauer Zeitung zum Jubiläum finden Sie hier

Das Video (7:44 min) zum Gottesdienst und zum Pfarreifest finden Sie hier

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